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Westwall-Bunker Düppenweiler

Dieffler Straße 66701
Beckingen Saarland
Willi Muhm
Telefon 06832-650 / 06832-800277

Der Westwall - Bunker

Gruppenunterstand mit angehängtem MG Kampfraum Museumsbunker des Kultur- und Heimatvereins Düppenweiler. Im Mai 1938 wurde von Hitler der verstärkte Ausbau der Westbefestigungen befohlen. Bedingt durch die Spannungen mit der Tschechoslowakei (Sudetenkrise) sollte die deutsche Westgrenze im Rahmen des Limes Bauprogramms durch 1.800 Schartenstände und 10.000 Bunker zusätzlich verstärkt werden.

Im Mai 1938 wurde von Hitler der verstärkte Ausbau der Westbefestigungen befohlen. Bedingt durch die Spannungen mit der Tschechoslowakei (Sudetenkrise) sollte die deutsche Westgrenze im Rahmen des Limes Bauprogramms durch 1.800 Schartenstände und 10.000 Bunker zusätzlich verstärkt werden.

Die bisherigen Regelbauten des Pionier Bauprogramms waren zu Aufwendig für die Massenfertigung, vor allem fehlte es an Panzerteilen. Der Feuerkampf sollte zunächst aus Feldstellungen geführt werden und die Bunker sollten nur Schutz vor Beschuss bieten.

Zahlreiche Änderungen in der Konzeption führten im Sommer 1938 schließlich zu den Regelbauten 10, 10a und 11. Diese Gruppen- bzw. Doppelgruppenunterstände mit angehängtem MG-Kampfraum ohne Schartenplatten stellen die Masse der insgesamt 17.800 Anlagen dar, die bis Juni 1940 errichtet wurden.

Je nach Bauleitung und Festungspionierstab ist heute eine große Variantenvielfalt dieser drei Regelbautypen zu finden. Die Bauarbeiten wurden der Organisation Todt übertragen, die die Bauausführung an Baufirmen delegierte.

Von dem Regelbau 10a - Gruppenunterstand für 14 Mann wurden 1536 Exemplare gebaut. Im Saarland sind heute noch 35 Regelbauten 10a erhalten! Der vereinfachte Unterstand 10a verfiigt nicht mehr über eine Flankierende Anlage und beide Eingangstüren sind in das Innere der Anlage verlegt. Die Eingangsaußenflure habe eine Höhe von 1,90 m, die Eingangstüren behalten ihre niedrige Höhe von 1,10 m. Die offenen Eingangsflure wurden jetzt von Gewehrscharten 57P8 gedeckt.

Diese Eingangsgestaltung wird in der Propaganda Hitlers Erfahrungen aus dem 1.Weltkrieg zugeschrieben: Wenn der Melder durch feindliches Feuer zu seinem Unterstand zurückjagt, darf er nicht vor verschlossenen Panzertüren stehen: er kann sofort in einen engen, schützenden Innengang treten und findet hier die Panzertür von gedeckter beschußsicherer Stelle. "Auf einen Notausgang wurde wegen der zwei Eingänge verzichtet. Eine völlige Änderung hat der angehängte Kampfraum erfahren, der jetzt zwei MG-Scharten aufweist. An der geringen Stärke der offenen Maulscharten hat sich nichts geändert. Als Splitter- und Abplatzschutz ist der Innen- und Außenbereich der Scharte durch ein 10 mm starkes Stahlblech geschützt. Im Frieden sind die Scharten durch Bleche gesichert, die mit Lüftungsschlitzen ausgestattet sind. Im Einsatz werden die Scharten durch Sandsäcke gesichert. In den MG-Kampfständen wurde die Schartenlafette 08 auf den Betonschießtisch aufgeschraubt. Diese Lafette konnte mit den Gewehrträgern 08, 34, 26t und 37t vier verschiedene MG aufnehmen.

Der Kampfraum ist durch drei Splitterschutzmauern gegliedert, auf die Außentür aus Holz wurde verzichtet.

Die Verbindung zwischen Bereitschaftsraum und Kampfstand wird durch ein Rohr hergestellt, durch das ein Feldkabel geführt werden kann. Die Ausbaustufe ist B = 1,50 m Wand- Deckenstärke, ab Dezember 1938 B neu = 2 m Wand-Deckenstärke. Der überhöht eingebaute MG-Kampfstand hat eine Wandstärke von 1 m, die Deckenstärke liegt nur bei 80 cm.

Um in den Kampfstand zu gelangen, muss der Soldat den Bunker verlassen - ein großer Nachteil, der durch die umlaufende Eingangsüberdeckung und Hangsicherung ausgeglichen wird. Der rechte Eingang wird durch den flankierend wirkenden Kampfstand gesichert. Um den linken Eingang ebenfalls sichern zu können, wurde im Bereitschaftsraum ein Gewehrschartenverschluss Typ 48P8 mit 40 mm Stärke eingebaut.

Die Belüftung der Anlage erfolgte durch je einen Heeres - Einheits- Schutzlüfter mit 2,4 und 1,2 m Frischluft pro Minute. Die Bereitschaftsräume sind durch drei Gasdichte Panzertüren mit 30 mm Stärke gesichert.

Der Gas- und Druckfeste Ofen Typ WT80 der Firma Haas beheizte die Bereitschaftsräume. Die Eiserne Ration war für 7 Tage ausgelegt und im Bunker eingelagert.

Der Bunker mit der WH Nummer (Wehrmachts-Hausnummer) 833 gehörte zur 2.Linie des Westwalls, der sogenannten Hilgenbachstellung. Die in der Ortslage gebauten fünf Bunkeranlagen sind alle erhalten und heute in Privatbesitz.

Führungen nur nach Vereinbarung (Telefon 0 68 32 - 6 50)



 
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