| Information: Fremdenverkehrsverein Wallendorf Bergstr. 23 54675 Wallendorf Link Rundweg information You Tube Wallendorf Bunker |
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| Dieser so genannte „militärhistorische Rundwanderweg“ (bzw. „Promenade du Souvenir“), erstreckt sich beiderseits des Flüsschens Our, das die deutschluxemburgische Grenze markiert. Diese ländliche Region ist ein beliebtes Ziel für Wander-/Radwander- und Wassersporturlauber und entsprechend touristisch Westwall in der Eifelregion 29 erschlossen (mit Campingplätzen, verschiedenen Übernachtungsbetrieben, Wander- und Radwanderwegenetz). Initiiert und eingerichtet wurde der Wanderweg seit 1996 durch Syndicat d´Initiative Reisdorf (Luxemburg). Auf einer Länge von fast 17 km sind seither verschiedene Relikte des 2. Weltkriegs auf zunächst luxemburgischer und seit einigen Jahren auch auf deutscher Seite zu besichtigen, u.a. Bunker, Schartenstände und Unterstände. Insgesamt 17 Schautafeln am Ausgangspunkt des Wanderweges in Reisdorf und an den jeweiligen Stationen beschreiben die Bauten und das historische Geschehen in der Region mit Hilfe von Zeichnungen, Fotografien, Zeitzeugenberichten und technischen Informationen. Der Wanderweg selbst ist durch einen blauen Stern ausgewiesen. Auf deutscher Seite durchläuft der Weg u.a. die Ortschaft Wallendorf, Kreis Bitburg-Prüm, Verbandsgemeinde Irrel. Dort befindet sich ein gekennzeichneter Bunker, der nicht gesichert ist und durch eine Scharte theoretisch betreten werden könnte Informationstafel vor dem Bunker in Wallendorf Informationstafel am Ausgangspunkt des Westwallrundweges in Reisdorf |
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Alle Texte entstammen den Schautafeln am Wanderweg, um so die Geschehnisse möglichst genau wiederzugeben.
Geschichtlicher Überblick:
Willkommen zum historischen Rundgang des "Hoesdorfer Höhenplateaus" über die dramatischen Ereignisse, die sich 1944/45 in diesem Abschnitt zugetragen haben. Die jetztige friedliche und gefällige Landschaft war einst Ort harter Kämpfe und menschlichen Leidens. Der kleine Ort Wallendorf (rechts unten), gelegen an der deutschen Grenze am Zusammenfluss von Our und Sauer machte Schlagzeilen in den Nachrichtenagenturen und der Presse, kurz nachdem am 11. September 1944 die ersten US. Truppen die Grenzen des "Dritten Reiches" erreicht hatten und starke Teile der Kampfgruppe R der 5. U.S. Panzerdivision , unterstützt durch Einheiten des 112. Infanterieregiments (der 28. U.S. Infanteriedivision) die SiegfriedIine ab dem 14. September durchbrachen, in Richtung Bitburg vorstiessen und dabei eine Anzahl Dörfer einnahmen. Dieses markante Unternehmen - am Anfang von Erfolg gekrönt, stiess um den 20. September auf beträchtlichen Feindwiderstand und musste schliesslich gegen Ende des Monats wegen unzureichndem Flankenschutz sowie Mangel an Nachschub aufgegeben werden. Anfang Oktober 1944 übernahmen Einheiten der 8. U.S. Infanteriedivision die ursprünglichen Stellungen der 5. US. Panzerdivision und errichteten eine Anzahl Beobachtungs- und Hochposten auf dem "Hoesdorfer Höhenplateau" mit Blickrichtung zu den gutgetarnten Westwallanlagen der "Siegfriedline" gegenüber der Our. Um "Thansgiving Day" (Erntedankfest) Ende November 1944 lösten wiederum Einheiten des 109. U.S. Infanterieregiments (28. U.S. Infanteriedivision) nach verlustreichen Kämpfen der vorangegangenen Schlacht im Hürtgenwald bei Aachen die Truppenteile der 8. US. Infanteriedivision im selben Abschnitt ab und entfalteten daraufhin rege Patrouillenaktivität. Von da an erstreckte sich die dünnbesetzte Verteidigungsline der gesamten 28. US. Infanteriedivision vom Our/Sauer Zusammenfluss bei Wallendorf zirka 35 Kilometer in nördlicher Richtung bis etwa Ouren/Burg Reuland parallel des Verlaufes der Our. Das 109. Infanterieregiment übernahm die Verteidigung des Sektors Hoesdorf-Bettendorf-Longsdorf mit Wallendorf und Vianden/Stolzembourg aIs Abschnittsbegrenzungen. AIs in den frühen Morgenstunden des 16. Dezember 1944 starke deutsche Kampfeinheiten der 352. Volksgrenadierdivision und der 5. Fallschirmjägerdivision die Our nach einem furchtbaren, 30-minütigen Artilleriefeuerschlag überquerten und die US. Verteidigungslinie angriffen, wurde besagter Abschnitt Ort mörderischer (oft Nah-) Kämpfe mit erschreckenden Verlusten auf beiden Seiten. Bedingt durch die steilen Abhänge zur Our hervorragend zur Verteidigung geeigneten Höhenplateaus, vermochten die zahlenmässig unterlegenen Amerikaner den deutschen Vormarsch bis zum 18-19 Dezember 1944 zu verlangsamen, aIs sie den Befehl erhielten nach Tagen erschöpfender Kämpfe sich auf eine neue Stellung südwestlich Diekirch und Ettelbrück zurückzuziehen. Obschon der Vormarsch der Wehrmacht am Südflügel der Ardennenoffensive gegen Weihnachten gestoppt wurde, behielten die Deutschen dennoch die Kontrolle über das Plateau von Hoesdorf/Bettendorf - Longsdorf bis spät Januar 1945, aIs Einheiten von General Patton's 3. Armee (hauptsächlich die 4. und 5. U.S. Infanteriedivision) den Feind bis zur Ausgangstellung des 16. Dezember 1944 im Westwall zurückdrängten. Anfang Februar 1945 überquerten Einheiten der 80. U.S. Infanteriedivision die Our aus der Stossrichtung des Hoesdorfer Plateaus, durchbrachen die "SiegfriedIinie" und markierten somit den Beginn der "Invasion Deutschlands". Die Karte zeigt die verschiedenen Haltestellen des Rundgangs (anwählbar) mit zusätzlichen detaillierten Erklärungen. Während der Begehung dieses historischen Rundgangs, denken Sie bitte mit Respekt an all jene Unbekannte die einst hier kämpften, litten und starben - die ehemaIigen gegnerischen Soldaten sowie die Zivilbevölkerung im Kreuzfeuer.

Der Westwall-Rundgang, Wallendorf
(Eine grenzüberschreitende verlängerung des historischen Lehrpfades im Abschnitt Hoesdorf-bettendorf, Wallendorf)Wilkommen zu der Erweiterung im Deutschen Grenzgebiet (jenseits der Our) des bestehenden "Ardennenoffensive 1944/45" Rundgangs auf der Hoesdorf und Bettendorf überblickenden Anhöhe, welcher in Mai 1996 eroffnet wurde.
Bezugnehmend auf die Grenzüberschreitende Bedeutung dieser ´Lebendiger geschichtslexikon´, sowie reagierend auf populäre Nachfrage, entschlossen sich die Autoren des sich ursprünglich auf Luxemburger Our Seite befindlichen Rundgangs, in enger Zusammenarbeit mit den Deutschen Gemeindeautoritäten von Wallendorf, diesen auf das Grenzgebiet von wallendorf auszudehnen. Hierdurch wollten die Deutschen und luxemburgischen KO/Initiatoren dieses Projektes nicht nu einen Einblick in die geschichtlichen Aspekte des auf deutsche, Territorium bezogenen Kapitel jener dramatischen und tragischen Ereignisse des 2. Weltkrieges schaffen, sondern vielmehr auch hierdurch die grenzüberschreitende Nachbarschaft, Freundschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit auf vielen Gebieten als Ausgang der schmerzhaften Kriegserfahrung und als Zeichen des gegenseitigen Vergangenheitsbewältigung der Geschichte dokumentieren um hieraus Lektionen für zukünftige Generationen zu ziehen.
Der Abschnitt ´Wallendorf´ dieses Rundgangs ermöglicht einen detaillierten Einblick in teile und markante Stellen des Westwalls, manchmal auch Siegfried Linie genannt, mit einen Überblick des geländes beiderseits der Our, welche die Deutschen Streitkräfte während der ersten Phase des Angriffs im Dezember 1944 zu überqueren hatten. Die meisten hinterbliebenen Strukturen des Westwalls in diesen Abschnitt sind in der unmittelbaren Nachkriegszeit und der Besatzung Deutschlands zerstört worden, erzählen dennoch Ruinen markante Geschichten und vermitteln bleibende Eindrücke.
(zu ihrer Sicherheit erkunden und betreten Sie bitte nicht gesprengte oder abgezäunte Bunker in der Gegend, da diese noch verstechte Gefahren beinhalten/ oder einstürzen können.')
Folgen Sie bitte den Zeichen auf der karte beim begehen des Rundgangs. Die Gesamtlänge beträgt annäherend 17km, man benötigt im Durchschnitt hierzu ungefähr 5 Stunden. gedenken Sie bitte mit respekt all jener, die hier auf diesem historischen Gelände gekämpft und gelitten haben und gefallen sind / die gegnerischen Soldaten oder die Zivilbevölkerung im Kreuzfeuer.
Ihre Opfer sollen nie umsonst gewesen sein !

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