Siegfriedline / Westwall website

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Westwallweg in der Schneifel

Prüm Thema: Natur und Landschaft / Kultur Westwallweg in der Schneifel
Westwall wandelroute Schnee-Eifel

Angebot für:


Im Bereich der Schneifel wurden von 1938 bis 1940 ca. 170 Bunkeranlagen errichtet. Die Anlagen wurden nach dem Krieg gesprengt. Im Laufe der Zeit haben sich die zahlreichen Bunkerruinenbefinden zu wichtigen Biotopen für seltene Tier- und Pflanzenarten entwickelt (z.B. Wildkatze, Fledermäuse, Moose). Am Weg liegen auch historische Grenzsteine und Wegekreuze. Die Gesamtlänge des Rundweges beträgt etwa 6 km. Eine Abkürzung auf halber Strecke ist möglich. Hinweise für Besucher mit Behinderung Im Blockhaus "Zum Schwarzen Mann" gibt es in ein Restaurant mit barrierefreiem WC.

Adresse / Weitere Informationen
Naturpark Nordeifel
Tiergartenstraße 70
54595 Prüm
Telefon: 06551-985755
Telefax: 06551-985519
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Homepage: www.naturpark-eifel.de
- Download section !!!! -


Information from www.buchet.de :

Beschreibung
Zeugen der Zeitgeschichte sind die Westwallbunker, obwohl zerstört, dennoch gut erkennbar. Hier im Bereich des Schneifel-Waldes befand sich die stärkste Bunkerdichte. Diese Relikte unserer jüngsten Geschichte sollen wenigstens teilweise in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleiben und im Rahmen des Westwallweges auf etwa 10 Kilometer Länge für Besucher zugängig gemacht werden.
[Homepage der Gemeinde Buchet http://www.buchet.de/]

Der Westwall (bei den Alliierten auch unter dem Namen Siegfried-Linie bekannt) war ein über ca. 630 km verteiltes Verteidigungssystem, das aus über 18.000 Bunkern, Stollen sowie zahllosen Gräben und Panzersperren bestand. Er verlief von Kleve (an der niederländischen Grenze) in Richtung Süden, entlang der Westgrenze des ehemaligen Deutschen Reiches, bis nach Weil am Rhein (an der Schweizer Grenze). Adolf Hitler ließ die Anlage, die eher von propagandistischem als strategischem Wert war, ab 1936 planen und zwischen 1938 und 1940 errichten. Zuvor hatte das Deutsche Reich unter den Nationalsozialisten im Jahr 1936 entgegen den Auflagen aus dem Friedensvertrag von Versailles die durch die Folgen des Ersten Weltkriegs von Deutschland demilitarisierten Gebiete beiderseits des Rheins wieder besetzt.

Herkunft des Wortes "Westwall"

Vermutlich kam der Begriff Westwall ab Ende des Jahres 1938 mehr und mehr in Gebrauch, ohne dass zunächst die nationalsozialistische Propaganda den Begriff in besonderem Maße benutzte. Er stammt wahrscheinlich aus dem Kreis der am Bau beteiligten Arbeiter. Im zweiten Halbjahr 1938 wurden noch Begriffe wie "Schutzwall", "Todt-Linie" oder "Limes-Programm" verwendet, Militärkreise wollten Namen wie "Führer-Linie" oder "Hitler-Linie" populär machen. Der Name Westwall tauchte wahrscheinlich zum ersten Mal am 19. November 1938 in einem Artikel der "NSZ-Rheinfront" auf, der den "Männern vom Westwall" gewidmet war. Hitler gebrauchte den Namen erstmals öffentlich während seiner Besichtigungsreise zu den Westbefestigungen vom 14. bis zum 19. Mai 1939. Ab Mitte 1939 war der Name allgemein bekannt, denn Hitler erließ am 20. Mai 1939 einen Tagesbefehl an die Soldaten und Arbeiter des Westwalls. Der offizielle Sprachgebrauch orientierte sich zuvor mehr an den nachfolgend beschriebenen Programmen, wobei mit dem Limes-Programm ein Deckname gewählt wurde, der an den ehemaligen römischen Grenzwall in Germanien erinnern sollte.

Die Rolle des Westwalls zu Beginn des Krieges

Trotz der zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erfolgten französischen Kriegserklärung an Deutschland kam es bis zum Beginn des Westfeldzuges zu keinen größeren Kämpfen am Westwall. Stattdessen verharrten beide Gegner im Sitzkrieg, wobei keine Seite die andere angreifen wollte und stattdessen in ihren sicheren Stellungen verharrte. Nach dem Abschluss des Frankreich-Feldzuges wurden alle beweglichen Waffen aus den Bunkern des Westwalls entfernt und an anderen Stellen verwendet. Die betonierten Teile ließ man in der Landschaft stehen, wodurch die Anlage innerhalb kürzester Zeit völlig unbrauchbar für die Verteidigung wurde. Stattdessen nutzte man die Bunker als Lagerräume, beispielsweise für landwirtschaftliche Geräte. Auch andere Einrichtungsgegenstände, wie z. B. die nicht mehr benötigten Betten, wurden aus den Bunkern entfernt und in die neu errichteten zivilen Luftschutzbunker eingebaut. Die Betten wurden aufgrund ihrer Herkunft oft als "Westwall-Betten" bezeichnet.

Reaktivierung des Westwalls 1944

Eine neue Situation entstand mit der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944, als der Krieg auch im Westen wieder voll losbrach. Am 24. August 1944 erließ Adolf Hitler eine Führerweisung zum erneuten Ausbau des Westwalls. 20.000 Zwangsarbeiter und Mitglieder des Reichsarbeitsdienstes (kurz RAD) versuchten mit improvisierten Mitteln die Verteidigungsbereitschaft wieder herzustellen, was aber wegen der alliierten Luftüberlegenheit nicht gelang. Schon während dieser Arbeiten stellte sich heraus, dass die Bunker den weiterentwickelten panzerbrechenden Waffen in keiner Weise mehr gewachsen waren. Auch die ortsansässige Bevölkerung wurde für Arbeiten herangezogen, meist zum Bau von Gräben für die Panzerabwehr. Parallel zur Reaktivierung des eigentlichen Westwalls wurden entlang der Grenzen zum besetzten Ausland kleine Ringstände aus Beton errichtet, sogenannte Tobruks. Diese Stände waren im Wesentlichen kleine Schützenlöcher für einen einzelnen Soldaten.

Kampfhandlungen am Westwall

Im Herbst 1944 kam es dann zu den ersten Kriegshandlungen vor dem Westwall. Der daraufhin am stärksten umkämpfte Bereich des Westwalls war die Gegend des Hürtgenwaldes in der Nordeifel, ca. 20 km südöstlich von Aachen gelegen. In dem unübersichtlichen und waldreichen Gebiet starben 12.000 Deutsche und etwa ebenso viele US-Soldaten (näheres unter Schlacht im Hürtgenwald). Die als Denkmal ausgeführte Kirchentür der Pfarrkirche im Hürtgenwalder Ortsteil Vossenack und eine Kreuzigungsgruppe eines modernen Künstlers auf dem benachbarten Friedhof berichten eindrucksvoll von diesen Ereignissen.
Die Operation Market Garden der Alliierten im Herbst 1944 ist ebenfalls im Zusammenhang mit dem Westwall zu sehen. Innerhalb dieser Operation versuchte das alliierte Oberkommando, die deutsche Sperrstellung nördlich durch die Niederlande zu umgehen; das Unternehmen scheiterte jedoch am verbissenen deutschen Widerstand.
Im Anschluss an die Schlacht im Hürtgenwald begann südlich davon in der Gegend zwischen Monschau und dem luxemburgischen Echternach die deutsche Ardennenoffensive aus der Deckung des Westwalls heraus. Diese Offensive war eine letzte Kraftanstrengung von deutscher Seite, das Kriegsgeschehen noch zu wenden. Sie kostete vielen Menschen das Leben, hatte aber keinen Einfluss auf den Kriegsausgang.
Auch an anderen Stellen wurde am Westwall schwer gekämpft. Die Besatzungen vieler Bunker verweigerten aus Angst vor den deutschen Standgerichten die kampflose Übergabe. Viele deutsche Soldaten haben diese Entscheidung mit dem Leben bezahlt, da vor allem die Gruppenunterstände keinerlei Schutz gegen die Waffen der Angreifer boten.
Im Frühjahr 1945 fielen die letzten Westwallbunker an der Saar und im vorderen Hunsrück.

Nachkriegszeit

In der Nachkriegszeit wurden viele der Westwallanlagen durch Sprengungen geschleift. Bei diesen Arbeiten sowie bei der Beseitigung der vielen Minen verloren nochmals Menschen ihr Leben.
In Nordrhein-Westfalen sind noch etwa 30 Bunker unzerstört vorhanden; der große Rest wurde entweder gesprengt oder mit Erde zugeschüttet. Von den Panzersperren sind allerdings noch große Teile an Ort und Stelle zu sehen, in der Eifel zum Beispiel auf vielen Kilometern Länge. Unter dem Stichwort: "Der Denkmalwert des Unerfreulichen" wird heute versucht, die verbliebenen Reste des Westwalls unter Denkmalsschutz zu stellen, da nur so den nachfolgenden Generationen anschaulich Geschichte präsentiert werden kann. Allerdings werden immer noch öffentliche Gelder zu Beseitigung der Reste des Westwalls bereitgestellt. Da die Bunker aus den vergangenen Kriegen aber mittlerweile zum archäologischen Fundus gehören, werden beispielsweise in Nordrhein-Westfalen archäologische Notgrabungen durchgeführt, wenn einmal mehr ein Stück des Westwalls beispielsweise für eine Straßenverbreiterung beseitigt werden muss. Diese Notgrabungen können zwar nicht die vollständige Zerstörung des zugehörigen Abschnittes verhindern, bringen aber immer wieder neue wissenschaftliche Erkenntnisse und bislang unbekannte Details über das jeweilige Bauwerk zu Tage. In diesem Zusammenhang wird von manchen Menschen, ob Zeitzeuge oder nachfolgender Generation, die Frage nach der Rechtfertigung des Denkmalschutzes derartiger militärischer Bauwerke des Nationalsozialismus gestellt. Soll und will man diese Zeitzeugen aus Beton für die Nachwelt erhalten ähnlich wie beispielsweise den römischen Befestigungswall Limes?

Naturschutz am Westwall

In die Auseinandersetzung um die Reste des Westwalls haben sich auch die Naturschützer zu Wort gemeldet. Große Reste des Westwalls sind heute wertvolle Biotopketten, in die sich selten gewordene Tier- und Pflanzenarten zurückgezogen haben. Sie sind hier ungestört, da die Betonruinen nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden können.
Im August 2006 hat der BUND für sein Projekt Grüner Wall im Westen erstmals von der Bundesvermögensverwaltung einen Westwallbunker bei Hellenthal übernommen. Die Initiative sieht dies als Initialzündung für Kommunen und Vereine, in ähnlicher Weise aktiv zu werden, um andere Teile dieses Grünen Korridors zu retten und dem Naturschutz zuzuführen. Das Bundesfinanzministerium stellte dem BUND für die Sicherung der Anlage 7000 ¬ zur Verfügung, das sind 70 % der sonst notwendigen Abrisskosten.

Artikel Westwall. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Februar 2008, 09:50 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Westwall&oldid=43123427 (Abgerufen: 12. März 2008, 12:02 UTC)

Sicherheitshinweise
Achtung: Betreten Sie niemals einen Bunker ohne ausreichende Lichtquelle! In den Bunkerböden befinden sich regelmäßig fußtiefe Löcher zur Sammlung von eindringender Feuchtigkeit. Diese Löcher können gefährliche Stolperfallen darstellen.

Betreten Sie unter keinen Umständen eine gesprengte Bunkerruine! Die durch die Sprengung offen liegenden Stahlteile sind messerscharf und können schwere bis tödliche Verletzungen verursachen!

Beachten Sie außerdem bestehende Absperrungen. Regelmäßig beschädigte Zäune lieferten schon häufiger die Begründung, das Bauwerk endgültig zu beseitigen.

Artikel Liste der erhaltenen Bauten des Westwalles. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Dezember 2007, 14:09 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Liste_der_erhaltenen_Bauten_des_Westwalles&oldid=40304663 (Abgerufen: 12. März 2008, 12:14 UTC)

Lage des Kulturobjekts (Gauss-Krueger-Koordinaten)
R_gk: 2525320
H_gk: 5569171
Koordinaten beziehen sich auf die exakte Lage des Objekts


Karte mit Detailinformationen

Detailkarte

Quelle
Homepage der Gemeinde Buchet http://www.buchet.de/



 
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