Siegfriedline / Westwall website

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Westwall Museum Bad Bergzabern
Westwallmuseum
Kurfürstenstraße
76887 Bad Bergzabern
Telefon: 06342 919593
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Er ist ein Teil der Geschichte der Menschen entlang der deutschen Westgrenzen. Die Zeugen der Zeit werden immer weniger, genau so wir die Bauwerke, die ein Teil dieser Geschichte sind, die Landschaft und Leben prägten. Sein Sinn war die Abschreckung und Schutz vor dem „Erbfeind im Westen", er sollte das Schrecklichste Regime, welches je auf der Erde wütete, und seinen Despoten Adolf Hitler schützen. Mehr zum Thema • Homepage des Museums Trotz aller Anstrengungen, die unternommen wurden, war der Westwall, oder „das Bollwerk im Westen", wie es zu Beginn seiner Entstehung von den Nationalsozialisten genannt wurde, nutzlos. Die größte Wirkung entfaltete er für die deutsche Propaganda, die es schaffte, den Alliierten ein unüberwindliches Hindernis vorzugaukeln, was so nicht den Tatsachen entsprach. Für den Zweck, für den es erschaffen wurde, konnte es nicht mehr verwendet werden. Die Alliierten konnte es am Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr aufhalten, es mehrte lediglich die Zahl der getöteten Soldaten und unnötig verschwendeter Leben in einem der grausamsten Kriege seit Menschen gedenken. Nach dem Krieg machten sich die Befreier rasch daran, den Westwall „unschädlich" zu machen, es wurde damit begonnen die Bauwerke zu sprengen. Die Ruinen prägten noch lange das Bild der Landschaft, in Orten, Wäldern und auf Feldern zeugten sie von diesem unrühmlichen Teil deutschen Größenwahns. Aber sie waren Mahnmale aus Beton und Stahl, sie zeugten von den Zerstörungen, von Bomben und Sprengstoff, zeugten von den Menschen, die dort ihr Leben ließen, hinterließen einen Eindruck, lange nachdem die deutschen Städte wieder aufgebaut waren. Mit der endgültigen Beseitigung wurde erst eine ganze Weile nach dem Krieg begonnen, nach und nach verschwanden die stummen Zeugen, wurden eingeebnet und übererdet. Nur noch wenige sind erhalten, von intakten Bunkern ganz zu schweigen. Einige dieser letzten Relikte beherbergen nun aber seit 1998 das Westwallmuseum in Bad-Bergzabern. Von den ehemals vier Artilleriebunkern sind noch drei erhalten, zwei wurden restauriert und wieder eingerichtet. Sie vermitteln eindrücklich, wie sich das Leben der Soldaten in den Bunkern gestaltete, sie geben Einblick in die Technik der Anlagen und beherbergen Zeugnisse der Zeit. Sinn der Artilleriebunker war es, entsprechende Geschütze vor feindlichem Beschuss gesichert zum Einsatz zu bringen. Dazu wurde der Regelbau 516 entwickelt. Neben dem Geschütz konnte Munition gelagert werden, welche über eine Vorrichtung der Waffe zugeführt werden konnte, die Hülsen, die dabei anfielen, konnten entsorgt werden. Zusätzlich gab es eine Lüftung, die den Einsatz des Geschützes in einem geschlossenen Raum erst möglich machte. Diese technischen Details zeigt das Museum. Johann Fuchsgruber konnte die Anlagen vor dem Abriss bewahren, setzte sich für den Erhalt ein und baute das Museum auf.. So vergingen zwei Jahre harter Arbeit bis zur Eröffnung, welche komplett in Eigenleistung realisiert wurde. Eine finanzielle Hilfe von öffentlicher Seite gab es ebenso nicht. Heute stehen die Bunker unter Denkmalschutz. Ein Verein wurde nicht gegründet. Zu groß war die Angst vor „falschen" Mitgliedern mit brauner Gesinnung. Dem Besucher sei eindringlich eine Führung angeraten. Johann Fuchsgruber vermittelt mit großem Wissen und auf eine lockere Art die Technik der Anlagen und die Geschichte des Westwalls, erklärt die weiteren Ausstellungsstücke wie Panzerungsteile, einen Protzenwagen, Lüfter für die Bunkeranlagen, die Besonderheiten von Bunkeröfen und die vielen Zeitdokumente in Form von Fotos und Kartenmaterial. Dabei hat er auf wirklich jede Frage eine Antwort. Weitere Informationen gibt die Internetseite des Museums, dort stehen auch die Öffnungszeiten und die Kontaktmöglichkeiten. Info: www.westwall.page.cx/ Nachtrag: In jüngster Zeit kommt von ganz unerwarteter Seite Unterstützung für die Erhaltung der letzten Westwallbauten. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den Wert der Ruinen für die Flora und Faune erkannt. Zahlreichen Pflanzen und Tieren bieten die Bauwerke Lebensraum und sind für deren Arterhaltung wichtig geworden. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Seite www.gruenerwallimwesten.de des BUND.
 
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